Die griechische Landschildkröte ist im Mittelmeerraum beheimatet und kommt in zwei Unterarten vor:
die Westliche Rasse "Testudo hermanni hermanni" und die Ostrasse "Testudo hermanniboettgeri".
Sie sind herbivore (von lat. herba „Kraut“ und vorare „verschlingen; bei Kleinlebewesen spricht man von Phytophagen (von griech. phyton „Pflanze“ und phagein „essen“)), tagaktiv, wechselwarme Tiere und erreichen ein Alter von bis zu 50 Jahren bei artgerechter und guter Haltung.
Man kann eine griechische Landschildkröte am besten an ihrem Hornnagel am Schwanzende erkennen, den die Breitrand- und die Maurische Landschildkröte nicht haben. Von der in Zeichnung, Färbung und Größe recht ähnlichen Maurischen Landschildkröte unterscheidet sich die griechische Landschildkröte deutlich durch das Fehlen von Hornkegeln zwischen Schwanz und Hinterbeinen.
Geschlechtsunterschiede:
Männchen (Krümel) – langer Schwanz
Weibchen (Herkuline) – kurzer Schwanz
Das Geschlecht der griechischen Landschildkröte zeigt sich erst in etwa in den ersten 2 bis 6 Jahren deutlich. Eine frisch geschlüpfte Schildkröte kann man nicht sicher einem bestimmten Geschlecht zuordnen.
Das Geschlecht einer Schildkröte wird im Laufe der Embryonalentwicklung durch die Bruttemperatur bestimmt.
Lebensraum in freier Natur:
Große Teile des europäischen Mittelmeerraumes besiedelt die griechische Landschildkröte. Man kann sie von Spanien (Katalonien), über Südfrankreich, Italien, Kroatien, Bosnien-Hercegovina, Serbien/ Mazedonien, Albanien, natürlich Griechenland, Bulgarien, Rumänien bis hin zur Türkei in der Natur antreffen. Auch zahlreiche Mittelmeerinseln hat sich die griechische Landschildkröte zu Eigen gemacht.
Die griechische Landschildkröte besiedelt fast alle Vegetationsformen im Mittelmeerraum bis in eine Höhe von etwa 1500 m. Sie bewohnt lichte Kiefern- und Eichenwälder, Hecken-, Strauch- und Heidelandschaften sowie Kulturflächen (Wiesen, Äcker und Gärten).
Natürliche Feinde:
Raub- und Rabenvögel, Ratten, Marder, Füchse, Hunde, Wildschweine und der Mensch
Westliche griechische Landschildkröte (Testudo hermanni hermanni)
Merkmale:
Weibchen werden etwa, je nach Verbreitungsgebiet bis 25 cm groß (Stockmaß), Männchen hingegen bleiben kleiner "nur" bis 18 cm. Hier kann es von Gebiet zu Gebiet kleine Unterschiede in der Form des Panzers kommen!
Färbung:
Die Grundfarbe ist kräftig von gelblich bis gelblich-organge. Auf dem Rückpanzer sind symmetrische schwarze Färbungen, die zur Grundfarbe sehr kontrastreich sind. Auf dem 5. Wirbelschild kann man ein schwarzeingefasstes Schlüsselloch erkennen.
Die Rückpanzer der Männchen sind eher oval und verbreitern sich leicht in der Höhe des 9. und 10. Randschildes.
Zwei schwarze Bänder (durchgehend) befinden sich auf dem Plastron (Bauchpanzer). Fast immer ist das Schwanzschild geteilt.
Oft haben die T. h. hermanni einen kleinen gelben Fleck unter oder hinter den Augen - der aber auch fehlen kann.
Verbreitung:
Südfrankreich, einschließlich Korsika,
Spanien, einschließlich die Baleareninseln (hier vermutlich eingeführt),
Italien, einschließlich Sardinien und Sizilien
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